Zum Kontrolltermin nimmst du mit, was seit dem letzten Mal zu Hause passiert ist: die ausgefüllten Blätter, die Packungen, deine Notizen und die Fragen, die dir zwischendurch eingefallen sind. Diese Seite ist die Liste dafür: Einen Punkt klärst du gleich bei der Terminvergabe, alles andere ist zum Abhaken am Abend vorher. Sie sagt dir, was mitkommt und wie du es sortierst — was daraus folgt, sagt dir deine Tierarztpraxis.

Das meiste davon sammelst du nicht am Morgen des Termins ein, sondern in den Wochen davor. Deshalb steht der einzige Punkt mit Zeitdruck ganz oben, und gleich danach die Regel für alles andere: Lückenlos ist nützlicher als lang. Wie weit die Praxis zurückschauen möchte, sagt sie dir — aber eine Reihe, in der drei Tage fehlen, ohne dass jemand die Lücke kennzeichnet, ist im Sprechzimmer schwerer zu lesen als eine kurze, ehrliche.

Die Checkliste: was mitkommt — und was du vorher klärst

  • Die Absprache für den Morgen des Termins. Frag in der Praxis, sobald du den Termin hast: Soll dein Tier vorher fressen, und was ist mit der gewohnten Gabe? Braucht die Praxis eine Urinprobe? Das entscheidet die Praxis — «nüchtern», wie man es vom Menschen kennt, gilt beim Tier nicht automatisch. Schreib die Antwort auf, und am Termintag dazu, was tatsächlich gelaufen ist: wann zuletzt gefüttert, wann zuletzt gegeben. Frisst dein Tier morgens nicht, erbricht es oder wirkt es krank, ist das keine Frage für diese Liste: Ruf an, bevor du etwas gibst — außerhalb der Sprechzeiten beim tierärztlichen Notdienst.
  • Die ausgefüllten Blätter, in der Reihenfolge, in der sie entstanden sind. Wenn du noch keine führst: Unsere Vorlage für das Diabetes-Tagebuch der Katze ist ein leeres Wochenblatt zum Ausdrucken, und die Spalten passen auch für einen Hund.
  • Die Packungen von allem, was dein Tier zu Hause bekommt — die Schachtel oder das Fläschchen selbst, nicht nur den Namen, und auch von Zusatzfutter und Präparaten ohne Rezept. Wenn du fotografierst, fotografier das ganze Etikett, so dass Stärke, Konzentration und Verfallsdatum lesbar sind. Bei Insulin gehören außerdem das angebrochene Fläschchen und eine der Spritzen mit, die ihr zu Hause benutzt, dazu die Notiz, seit wann die Packung in Gebrauch ist: Fläschchen, Spritze und Anbruchdatum gehören zusammen. Namen aus dem Gedächtnis führen am Termin oft zu Rückfragen; die Praxis liest lieber selbst ab.
  • Den Zettel der Praxis, auf dem steht, was verordnet ist. Er ist das Original; dein Blatt ist das Protokoll daneben.
  • Deine Notizen — was dir aufgefallen ist, in deinen eigenen Worten und mit Datum. «Seit Samstag frisst sie langsamer» ist eine brauchbare Notiz, «In letzter Zeit irgendwie anders» ist keine. Aufschreiben ersetzt aber den Anruf nicht: Wenn sich etwas verändert hat — Fressen, Trinken, Verhalten —, ruf in der Praxis an und frag, ob es bis zum Termin Zeit hat. Ob es wartet, entscheidet die Praxis und nicht diese Liste.
  • Deine Fragen, aufgeschrieben. Im Sprechzimmer fällt einem die Hälfte nicht mehr ein; ein Zettel mit drei Fragen kostet zu Hause zwei Minuten und übersteht die Aufregung.
  • Wer versorgt hat. Wenn mehrere Menschen mithelfen, kommt entweder der zweite Mensch mit, oder seine Einträge stehen namentlich auf dem Blatt. Sonst beantwortet ihr die Hälfte der Rückfragen mit «das war meine Schwiegermutter».
  • Unterlagen von anderswo: der Zettel vom Notdienst, Befunde einer anderen Praxis, Rechnungen, auf denen steht, was gemacht wurde. Was woanders passiert ist, weiß deine Praxis nur, wenn du es mitbringst.
  • Das Übliche — Transportbox, Handtuch, Heimtierausweis, Chipnummer, Unterlagen der Tierversicherung.

Am Abend vorher: fünf Minuten

  1. Die Absprache für morgen früh bereitlegen: Was hat die Praxis zu Fressen und zur gewohnten Gabe gesagt? Hast du keine Antwort, sag es gleich bei der Anmeldung. Stimmt am Morgen etwas nicht, ruf an, bevor du etwas gibst.
  2. Blätter einsammeln und in die richtige Reihenfolge legen, auch das halb volle von dieser Woche.
  3. Lücken als Lücken kennzeichnen — und dabei auseinanderhalten, was die Lücke bedeutet: «nicht eingetragen» (gegeben, aber nicht notiert), «nicht gegeben» (ausgefallen) oder «weiß ich nicht mehr». Ein Wort für alle drei Fälle macht die Lücke unlesbar, und genau dieser Unterschied ist für die Praxis die Information. Nachträglich ausgefüllt sieht ordentlicher aus und ist weniger wert.
  4. Fragen aufschreiben, auf ein eigenes Blatt oder an den Rand.
  5. Packungen einpacken oder abfotografieren.
  6. Kurz mit dem zweiten Menschen sprechen: Ist etwas vorgefallen, das nicht auf dem Blatt steht?

Länger dauert es nur beim ersten Mal. Ab dem zweiten Termin ist die Frage «wo sind die Blätter» schon beantwortet, weil sie seither an einem festen Platz hängen.

Im Sprechzimmer: beschreiben, nicht deuten

Am Termin bist du die Quelle für alles, was zu Hause war — und nur dafür. Beschreib, was passiert ist: wann, wie oft, wie lange, was sich verändert hat. Was es bedeutet, ordnet die Praxis ein; sie hat dafür die Untersuchung und die Vorgeschichte, du hast das Blatt.

Zwei Dinge gehen dabei oft unter und gehören trotzdem hin. Das eine sind Veränderungen im Alltag: anderes Futter, Umzug, Urlaub, ein neuer Mensch im Haushalt, ein zweites Tier. Das andere ist alles, was zu Hause anders lief als vorgesehen. Das Zweite ist unangenehm zu sagen und gleichzeitig das Wertvollste am ganzen Stapel — eine Reihe makelloser Häkchen, hinter der in Wahrheit zwei Abende fehlen, führt die Praxis in die Irre.

Schreib die Antworten gleich mit, auf dem Blatt oder daneben. Was im Sprechzimmer selbstverständlich klingt, ist auf dem Heimweg wieder unscharf, und beim nächsten Termin ist es dieselbe Frage.

Wenn etwas nicht bis zum Termin warten kann

Diese Liste ist für den geplanten Kontrolltermin. Wenn dir zwischendurch etwas Sorgen macht, ist der nächste Termin nicht der richtige Ort dafür: Ruf deine Tierarztpraxis an, außerhalb der Sprechzeiten den tierärztlichen Notdienst. Wo du den erreichst, klärst du besser heute als nachts. Frag beim nächsten Termin einmal, wie der Notdienst bei euch organisiert ist — je nach Region macht das die Tierärztekammer beziehungsweise ihre Kreisstelle, eine Notdienstzentrale, ein Notdienstring der Praxen oder eine Klinik. Zwei Nummern bleiben dabei gleich und gehören an den Kühlschrank: die deiner eigenen Praxis, deren Ansage außerhalb der Sprechzeiten meist auf den Notdienst verweist, und die der nächsten Tierklinik mit Nachtdienst. Leg sie dorthin, wo auch der sie findet, der abends allein zu Hause steht — das ist selten der, der die Praxis ausgesucht hat.

Was ein Stapel Papier am Termin nicht kann

Der Stapel ist genau so sortiert, wie ihr ihn geführt habt: Blatt für Blatt, in der Zeit. Die Frage im Sprechzimmer lautet aber selten «zeig mir den Dienstag», sondern «wie war es seit dem letzten Mal». Zwischen diesen beiden Formen liegt das Blättern, und geblättert wird ausgerechnet in den Minuten, die der Termin hat.

Genau dieser Stapel, nur schon sortiert: In Nuvami steht die Zeile bereits da, die Uhrzeit trägt sich selbst ein, und für den Termin machst du daraus einen Bericht als PDF — gegebene Dosen, Messwerte und Notizen des letzten Monats auf einer lesbaren Seite. Der Bericht ist kostenlos, auch wenn du allein versorgst und Nuvami+ nie kaufst; die Gratis-Version zeigt Werbung. Längere Zeiträume, die Geteilte Familie, bei der alle Helfenden denselben Haken auf dem eigenen Telefon sehen, und die werbefreie Nutzung gehören zum Abo. Das Papier bleibt trotzdem gültig: Druck den Bericht aus und nimm ihn mit, wenn deine Praxis Papier möchte.

Häufige Fragen

Wie weit zurück soll ich Blätter mitnehmen?

Nimm mit, was seit dem letzten Termin entstanden ist. Wie weit die Praxis tatsächlich zurückschauen möchte, sagt sie dir — und sie sagt es dir schneller, wenn der Stapel vollständig auf dem Tisch liegt, als wenn du zu Hause vorsortiert hast.

Was mache ich mit Tagen, die ich vergessen habe einzutragen?

Lass sie leer und schreib daneben, was zutrifft: «nicht eingetragen», wenn gegeben wurde und nur die Notiz fehlt; «nicht gegeben», wenn die Gabe ausgefallen ist; «weiß ich nicht mehr», wenn du es nicht mehr sicher sagen kannst. Ein nachträglich aus dem Gedächtnis gefülltes Feld ist eine Erinnerung und keine Aufzeichnung, und am Termin ist genau dieser Unterschied die Information. Eine gekennzeichnete Lücke ist kein Makel: Sie sagt der Praxis, welchen Zeilen sie trauen kann. Eine ausgefallene Gabe als «nicht eingetragen» zu kennzeichnen, ist dagegen die eine Verwechslung, die die Praxis in die Irre führt.

Muss ich alles ausdrucken?

Nein. Papier, Handy oder beides — entscheidend ist, dass es am Termin ohne Suchen lesbar ist. Frag beim Termin einmal nach, was deiner Praxis lieber ist; danach weißt du es für alle weiteren Male.

Gilt die Liste auch für den Hund?

Ja. Sie ist organisatorisch und hängt nicht an der Tierart. Wenn du mehrere Tiere versorgst, nimm pro Tier einen eigenen Stapel mit — sonst ist am Ende nicht mehr sicher, welche Zeile zu wem gehört.